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Der Lohn einer Liebe und die Erkenntnis, dass uns alles kompliziert zu einfach, einfach ist…

Trennungen können das Schlimmste sein, ohne Frage, aber darum geht es heute nicht. Es geht heute um Entscheidungen der Liebe, die man selbst treffen muss und das ist meist ganz schön vertrackt. Nur selten ist eine Trennung klar, außer man stellt in einer Situation fest, dass man einen Menschen den man sehr lieb hat, plötzlich keine Sekunde länger mehr ertragen kann. Alles nervt, man findet tausend Dinge welche man nicht leiden kann, auch solche, die einfach zu dieser Person gehören.

In solchen Fällen ist die Sache eindeutig, doch meist ist es viel komplizierter und endet meist in der totalen Ernüchterung.

Wer je vor einer Entscheidung „Bleiben oder Gehen?“ stand, kennt die Zweifel und Gewissensbisse in solchen Situationen. Es ist fast sicher, dass man jemanden, der einem einmal nahe stand, verletzen wird

Man denkt an die schöne Zeit zurück – aber auf die Frage, ob sie wirklich vorbei sein muss, gibt es oft keine eindeutigen Antworten.

Könnte die Liebe wieder kommen, wenn diese Probleme, meist persönlicher Natur, überwunden wären? Existiert der Mensch, in den man einst verliebt war, gar nicht mehr – oder ist er immer noch da, verborgen unter Missverständnissen und Oberflächlichkeiten?

Wenn das Wort „Beziehung“ für uns mehr Gewicht bekommt, stellen wir mehr und mehr fest, dass wir, anders als unsere Eltern und Großeltern, kaum noch Durchhaltevermögen haben. Wir gehen Konflikten aus dem Weg, geben viel zu schnell auf, lernen schnell jemand anderen kennen, verlieben uns zu hastig – und nehmen uns so die Chance auf ein dauerhaftes Glück!

Es wäre sicherlich absurd, zu diesem Thema Ratschläge zu geben bzw. zu erhalten, welche für die unterschiedlichsten Personen und Beziehungen gleichermaßen gelten könnten, aber in Zeiten von Traurigkeit und Ernüchterung bleibt meist nur dies. Man verpackt die Dinge in eine Art Schema und versucht sie zu analysieren, gibt gewissen Charakterzügen die Schuld oder sich selbst.

Sucht nach Erklärungen und Hinweisen, die Dinge wieder in die richtige Bahn zu lenken und nur in den seltensten Fällen hat man Erfolg und die Kraft, dies lange durchzustehen. Die Liebe zu begreifen und sie zu halten, bedarf es in unserer heutigen Zeit viel Mut.

Wir leben in einem Zeitalter in welchem wir schon fast überflutet werden von unserer eigenen Schnelllebigkeit – denn es ist zu wenig Zeit. Beruf, Karriere, die eigene Individualität, die Courage im Zuge von erlebten und (negativen) Erfahrungen, dem eigenem Anspruch und die verblendete Wahrnehmung eines Partners.
So könnte man denken, wenn man den Alltag, den wir erleben, mal genauer betrachtet. Viele Werte bestimmen die Individualität und den Nutzen eines Menschen, meistens jedoch die Falschen, denn die lustige Welt der „schneller, weiter, höher“-Werte ist unser aller Motor Numero uno und entsteht durch die zwanghafte Vorstellung, nur stete Szenenwechsel wie im Fernsehen würden zu einem erfüllten Leben verhelfen, wobei im Allgemeinen genau das Gegenteil zu beobachten ist.

Im Berufs -und Alltagsleben, sowie der Präsentation eines Bildes nach außen, haben wir meist einen genauen Blick für dass, was uns erfüllt, wir uns vorstellen und wünschen. In Zwischenmeschlichkeiten greift dies leider selten, auch weil es scheint wir trugen allzuoft am helllichtem Tage eine Nachtsichtbrille. Der ganze Tag erscheint einem dadurch noch viel greller und man fühlt sich erschlagen, überfordert, in die Enge getrieben. Meist ist dann nur noch die Flucht nach hinten möglich, um selbst wieder klarer zu sehen, bleibt dabei dennoch selbst auf der Strecke und hinterlässt womöglich einen Menschen, der sich seinem großen Herzen bewusst und dem Glauben an die Liebe nicht nehmen lässt.

Vergessen dürfen wir dabei aber nicht:

Ein Tropfen Liebe ist mehr, als ein Ozean an Wille und Verstand.
August Hermann Franke

In diesem Sinne: LIEBT EUCH! ♥

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3 Antworten

  1. Du hast mal wieder so recht!
    Ich bin übrigens seit 1999 verheiratet.
    Eine schöne, lange Liebe, in der jeder seine Freiheiten hat.
    Ich kann allen nur empfehlen, bei Problemen nicht gleich zu flüchten, sondern Lösungen zu suchen.

  2. Schöner Beitrag. Und ja, Du hast recht – heute wird zu schnell aufgegeben und es gibt einfach zuviel Ablenkung am Wegesrand. Hach. Das Gedankenkarussell dreht sich.

  3. Was viele nicht schaffen, ist halt genau das, was du hier beschreibst, sich einzugestehen. Sie quälen sich weiter mit dem, was sie belastet, anstatt sich zu überlegen, wie man die Situation bessert oder sie sogar löst. Wenn Entscheidungen fallen, können andere verletzt werden. Wenn aber der eigene Schmerz dann zu groß ist, hat man keine andere Wahl, als zu handeln, die Probleme aus der Welt zu bringen, selbst wenn man anderen damit weh tut. Oft hilft schon eine einfache Aussprache.
    Ich kenne diese Gewissensbisse selbst zu gut aus der Vergangenheit (und ich hab immernoch täglich Gewissensbisse wegen meiner neuerlichen Vergesslichkeit^^).
    Was auch immer dir gerade Seelenschmerz bereitet (wenn überhaupt), ich wünsche dir alles Gute bei der Lösung! 🙂 Irgendwann werden wir alle hoffentlich jeder unser persönliches dauerhaftes Glück finden.

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