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Zwischen besinnlicher Weihnachtszeit, Kommerz und dem Gewissen


oder auch: Wie ich (uns) mich 2010 sehen möchte.

Weihnachten, eine Zeit der Besinnung. Einige halten an diesen Tagen einen Moment  inne und denken mehr als sonst an ihren Glauben, soweit einer vorhanden, oder ihren Lieben in unmittelbarer Gegenwart. Für andere ist es leider nur noch dass, was es für mich  schon lange ist, es bedeutet für mich nur noch eines: Profanierung!

Traurig aber wahr, die Kommerzailisierung dieses Festes ist schon so weit vorangegschritten, dass es schier unmöglich scheint unabhängig von Glauben und Christentum zu dieser Zeit wirklich inne zu halten um sich gewissen Dingen bewusst zu machen. Gewissen Dingen um uns herum, welche alltäglich geschehen. Seien es Kriege, Umweltzerstörung, Hass und Gewalt, die Art wie wir miteinander umgehen, Extremismus, Gleichgültigkeit, Raffgier und und und..

Das Ganze ist wenn wir ehrlich sind unaufhaltsam nur einem Ziel gewidment, der kompletten Zerstörung unserer Art.

Ich liebe mein Leben, versteht mich nicht falsch, ich arbeite zu dem in einer Position die sich damit befasst genau solche Dinge weiter voranzutreiben, immer mehr an Märkten zu erschliessen, Kunden zu gewinnen, Marken zu vertreiben, Produkte, Kommerzialisierung, Profit, ich könnte noch lange so aufzählen.

Es kam schon vor, da fielen Tränen aus meinen blauen Augen, einfach so, weil ich in mir einen Schmerz fühlte, welcher tiefer ging als jede Freundschaft, tiefer als jedes Glück.

Und nun dieses Fest der Liebe, auf welches ich mich freue, ein wenig den Alltag hinter mir lassen möchte, Familie spüren, Plätzchenduft, auch gebe ich mich materialistischen Dingen hin und bin gespannt was mein Freund zu seinem Geschenk sagen wird und doch merke ich immer mal wieder, dass mich auch etwas bedrückt und wir uns gerade in dieser Zeit Streß und Hektik zu unseren besten Freunden machen…

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Die Indifferenz meines Seins


Indifferenz wird von vielen Menschen eher negativ bewertet, meine ich es aber doch eher wertneutral.

Ich bin anderen Menschen gegenüber eher indifferent…

Also wenn man die Indifferenz aus dem Raum der Bewertung herausnimmt, bleibt eine Qualität, die durchaus mit der weitläufigen Auffassung von Liebe gleichzusetzen ist.

Denn es bleibt eine Qualität, die zum einen den anderen Menschen so sein läßt, wie er ist. Ist es nicht eine Bezeichnung von Liebe, den anderen so zu nehmen, wie er ist? Ist es nicht ein Zeichen von Respekt, den anderen so zu nehmen, wie er ist?

Ein Zeichen von Offenheit, Achtung, Anteilnahme und Herzlichkeit?
Ohne Bewertungen oder Erwartungen meinerseits. Weil nichts zwischen uns steht, weil ich indifferent bin!

Zum anderen erlaubt mir diese Qualität – gerade unter den eben genannten Gesichtspunkten – ganz und gar präsent zu sein. 
So rein und so sehr ich zu sein, wie es geht. 

Mein Wesen zu zeigen und den anderen als Wesen in seiner Ganzheit wahrzunehmen. Ist es nicht das, was Liebe ausmacht?

In dem Moment, welchen ich jemanden begegne, lasse ich mich 100% auf ihn ein, bin 100%ig präsent, in meiner Ganzheit und sehe ihn von dieser gleichwertigen Warte aus.

Das könnte man im allgemeinen Sprachgebrauch wohl durchaus als herzliches Interesse bezeichnen. Egal, wie man das Kind nennt, jeder begegnet seiner Umwelt so wie er sich und seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.

„Du gibt so viel von Dir!“ höre ich oft.

Und doch bin ich lediglich präsent!

wie an einem seil


lange schon halte ich mich fest an diesem seil,
es hält mich gerade nur 10 meter über dem boden.

es gibt mir sicherheit und dennoch,
nimmt es mir mein gleichgewicht, ich hänge,

ich stehe nicht, mir fehlt nicht der mut
dieses seil loszulassen,
doch will ich es nicht,
nur 10 meter über dem boden.

andere stehen auf solch einem seil,
balancieren sich aus, seien es auch nur 30 cm,
oder in schwindelnder höhe, aber ich,
nein ich hänge daran und zerre mich nach oben.

ich werde nicht fallen, werde nicht wie andere
mich mit einem netz in sicherheit wägen,

zulange schon halte ich mich fest,
dieses seil und eigentlich
hält es mich doch gerade nur
10 meter über den boden.

ich bin frei

wie an einem seil (gesprochen von mir)

Elektronisches Schmankerl der Woche:


Bush –  Letting the cables sleep – N.O.W. Remix

Gesundheitstipp der Woche:


Esst mehr Müsli! 🙂

Elektronisches Schmankerl der Woche:


1997 Johannes Heil – Die eigene Achse